1:5 gegen Frankfurt

Nilssons rabenschwarzer Tag: Arminia zurück auf dem Boden der Tatsachen

Das Ergebnis war eindeutig und schmerzhaft: Mit 1:5 ging Arminia Bielefeld gegen Eintracht Frankfurt baden. Doch die deutliche Niederlage könnte als Warnschuss dienen.

Bielefeld – Er war vermutlich die ärmste Sau im weiten Rund: Joakim Nilsson hatte sich den Tag vermutlich etwas anders vorgestellt, als er um 15.30 Uhr mit seinen Teamkameraden den Rasen der in SchücoArena betrat. 90 Minuten später stand er wie der Rest der Spieler von Arminia Bielefeld wie begossene Pudel im Stadion.

Mit 1:5 ging Arminia Bielefeld zum Rückrundenauftakt der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt unter. „Das tat richtig weh heute. Da müssen wir eine Nacht drüber schlafen“, konstatiert Marcel Hartel nach der mittlerweile 11. Saisonniederlage des DSC. Zum unfreiwilligen Protagonisten der Partie wurde jedoch Joakim Nillson, der an zwei Treffern der Hessen entscheidend beteiligt war.

VereinArminia Bielefeld
StadionSchücoArena
TrainerUwe Neuhaus

Arminia Bielefeld: Defensive fällt gegen Eintracht Frankfurt auseinander

Beim 1:0 durch André Silva (25.) schoss er im eigenen Strafraum Mitspieler Amos Pieper unglücklich an – den Abpraller nutzte der SGE-Stürmer zur Führung. Arminia Bielefeld schien nach dem Tor auseinanderzufallen. „Wir haben immer wieder die entscheidenden Duelle verloren. Und so wird es dann schwer“, befand Trainer Uwe Neuhaus, der an der Seitenlinie ansehen musste, wie sein Team bis zum Halbzeitpfiff noch zwei weitere Treffer kassierte.

Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel half Nilsson dann mit seinem Eigentor zum 1:4 noch einmal entscheidend dazu bei, dass Arminia Bielefeld am 18. Spieltag seine Hoffnungen auf einen Punkt schon früh beenden konnte. All das, was die Ostwestfalen* in den vergangenen Spielen auf den Platz gebracht hatten, ließen sie am Samstag gegen die SGE vermissen.

Eintracht Frankfurt eine Nummer zu groß für Arminia Bielefeld

Die zuletzt starke Defensive fiel in den 90 Minuten komplett auseinander. Eintracht Frankfurt, seit nunmehr sieben Bundesligaspielen ungeschlagen, war an diesem Nachmittag einfach eine Nummer zu groß für den Aufsteiger. Dennoch gibt es für Arminia Bielefeld keinen Grund, nach der hohen Niederlage Trübsal zu blasen. Dies machte auch Marcel Hartel nach dem Schlusspfiff deutlich.

Joakim Nilsson konnte nach seinem Eigentor nur noch die Hände übers Gesicht schlagen.

„Wir sind schon nach einigen Spielen in dieser Serie nach Niederlagen stark zurückgekommen.“ Die nötigen Punkte gegen den Abstieg wird Arminia Bielefeld ohnehin gegen die direkten Konkurrenten holen müssen. Wie zum Beispiel am kommenden Spieltag: Dort geht es am Sonntag (31. Januar) gegen den 1. FC Köln, der zwei Punkte hinter dem DSC liegt und gegen den Arminia Bielefeld den ersten Saisonsieg gefeiert hatte. Ein erneuter Erfolg gegen die Domstädter gelingt jedoch nur, wenn das Spiel gegen die SGE, in dem die Blauen jede Körperlichkeit vermissen ließen, als Warnschuss dient. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Friso Gentsch

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