Traditionsclub Arminia Bielefeld

Arminia Bielefeld: Ein Fußballverein auf der Überholspur

Nach jahrelangem Kampf ist Arminia Bielefeld erneut Teil der Fußball-Bundesliga. Mit ihrem Kader wollen die Arminen in der ersten Liga bestehen.

  • Trotz Geisterspielen in der Corona-Saison schaffte Arminia Bielefeld den erneuten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga.
  • Der DSC Arminia Bielefeld wurde am 3. Mai 1905 gegründet. Die Ostwestfalen haben schwarz-weiß-blaue Vereinsfarben und spielen im eigenen Stadion, der SchücoArena.
  • Trainiert wird der Kader Arminia von Chefcoach Uwe Neuhaus.

Der deutsche Sportclub Arminia Bielefeld, kurz: DSC Arminia Bielefeld, ist insbesondere für seine Fußball-Abteilung bekannt. Die Fußballmannschaft ist die erfolgreichste in Ostwestfalen. Insgesamt spielte Arminia Bielefeld 17 Jahre lang in der Bundesliga. Dank des Aufstiegs der Ostwestfalen wird in der kommenden Saison 2020/2021 die 18. in der höchsten Spielklasse hinzukommen.

Jahrelang wurde die Arminia als sogenannte Fahrstuhlmannschaft betitelt. Denn der Aufstieg in die Bundesliga ist keine Rarität bei der Arminia. Zum mittlerweile achten Mal schafften die Ostwestfalen den Sprung von der 2. in die 1. Bundesliga. Die Heimat des DSC Arminia Bielefeld ist die SchücoArena. Bekannt ist das Stadion deutschlandweit als "Bielefelder Alm". 26.515 Zuschauer passen in die "Alm".

DSC Arminia Bielefeld

Arena/Stadion

SchücoArena

Trainer

Uwe Neuhaus

Grundüng

3. Mai 1905

Farben

Schwarz-Blau-Weiß

Kapitän

Fabian Klos (Stürmer)

Arminia Bielefeld: Ein Verein auf der Überholspur 

Nach einigen Jahren Abwesenheit ist die Arminia aus Bielefeld zurück in der Bundesliga.  Bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Saison konnte der Verein alles klarmachen. Ein 1:0-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 genügte, um den ersten Tabellenplatz zu behaupten. Die verbleibenden zwei Spiele genügen der Konkurrenz nicht, um die Arminen wieder von der Tabellenspitze zu verdrängen. Als diesjähriger Zweitliga-Primus glückt der Aufstieg in das Oberhaus des deutschen Fußballs. 

Dabei rechnete niemand mit der Arminia aus Bielefeld im Rennen um den Aufstieg. Mit dem Hamburger SV, dem VfB Stuttgart, dem 1. FC Nürnberg und einigen weiteren Vereinen, schien die Konkurrenz denkbar stark. Letztendlich dominierte der Kader Bielefelds jedoch die Liga. Die Arminen feierten zum Ende der Hinrunde bereits die Herbstmeisterschaft, die guten Leistungen in der Rückrunde sorgten dann für den Aufstieg. Die Ostwestfalen sind auf der Überholspur und kündigten direkt nach dem Aufstieg an, auch in der 1. Bundesliga den Klassenerhalt schaffen und für Furore sorgen zu wollen.

Arminia Bielefeld und die erste Fußball-Bundesliga

Arminia Bielefeld und die 1. Bundesliga – das passt mal mehr und mal weniger zusammen. Als Fahrstuhlmannschaft kennzeichneten Auf- und Abstiege die Historie. Letztmalig spielten die Arminen 2008/2009 in der Bundesliga. Unter Trainer Jörg Berger (66, †2010) stiegen die Bielefelder jedoch sang- und klanglos als Tabellenletzter ab. Davor konnte sich der Kader vier Jahre lang in der Bundesliga behaupten. Es dauerte mehr als zehn Jahre bis die Arminia erneut den Aufstieg schaffte. Doch die Ostwestfalen machten ihrem Spitznamen "Fahrstuhlmannschaft" alle Ehre: Zweimal ging es in die dritte Liga und zügig wieder zurück in die 2. Bundesliga

Eine einstellige Platzierung in der Bundesliga ist jedoch bereits eine halbe Ewigkeit her. Bei den letzten Aufenthalten im Oberhaus des deutschen Fußballs steckte Bielefeld immer im Abstiegskampf fest. 1982/1983 und 1983/1984 wurden die Arminen zweimal in Folge Achter– der bis heute, größte Erfolg für die Ostwestfalen. Trainer in den Erfolgsjahren waren Horst Köppel (72) und Gerd Roggensack (78).

Arminia Bielefeld: Die über 100-jährige Historie des ostwestfälischen Fußballclubs

Die Vereinsgründung fand in Ostwestfalen im Jahr 1905 statt. Das erste Spiel auf der eigenen "Bielefelder Alm" gab es mehr als 20 Jahre später. Vor mehr als 2000 Zuschauern unterlag Arminia den Gästen von Victoria Hamburg mit 1:5. Erst 1970 stiegen der DSC erstmalig in die Bundesliga auf. Der Ausbau des eigenen Stadions war ein grundlegender Schritt des Vereins, der im Jahr 2005 sein 100-jähriges Jubiläum feierte. 

Die größten Erfolge feierte Arminia Bielefeld im DFB-Pokal und abseits des Liga-Geschehens. Die "Bielefelder Alm" ist ein bekannter Schauplatz für historische Duelle im DFB-Pokal. Dreimal kam der DSC bis in das Halbfinale. Bei allen drei Spielen verloren die Bielefelder im eigenen Stadion.

  • 2004/2005 0:2 gegen Bayern München
  • 2005/2006 0:1 gegen Eintracht Frankfurt
  • 2014/2015 0:4 gegen VfL Wolfsburg

Arminia Bielefeld: Der Kader der Saison 2019/2020 und das Stadion

Trotz Corona-Pause und Geisterspielen schafften es die Arminen, in der Saison 2019/2020 in die Bundesliga aufzusteigen. Doch welche Spieler befanden sich im Aufstiegskader von Arminia Bielefeld? Einige Fußballer spielen bereits seit vielen Jahren für die Ostwestfalen. 

Stammtorwart ist Stefan Ortega Moreno (27), der jedes Spiel in der Saison für seinen Verein bestritt. Seit 2017 befindet sich Ortega Moreno im Kader der Ostwestfalen. Die beiden Innenverteidiger der Stamm-Elf sind zugleich zwei der wertvollsten Spieler des Kaders. Der schwedische Defensiv-Spezialist Joakim Nilson (26) und sein deutsches Pendant Amos Pieper (22) sorgen vor dem Torwart der Arminen für defensive Stabilität. 

Fabian Klos von Arminia Bielefeld feiert das 1:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden am 24. Spieltag.

Der teuerste Fußballer des Kaders der Ostwestfalen ist jedoch ein Stürmer: Andreas Voglsammer (28) spielt seit 2016 für Arminia. Sein Marktwert beträgt im Jahr 2020 zwei Millionen Euro. Doch der teuerste Spieler ist nicht zugleich der bekannteste und beliebteste. Der Kapitän im Kader, Fabian Klos (32), ist ein Bielefelder Urgestein, Publikumsliebling und waschechter Mittelstürmer. Seit fast zehn Jahren spielt Klos für seine Arminen. Von 32 Spielen bis zur Zweitliga-Meisterschaft absolvierte der Kapitän 31 Stück.

Arminia Bielefeld in der Schüco Arena

Seine Spiele trägt die Arminia aus Bielefeld in der SchücoArena aus. Seit 2004 hat das ostwestfälische Unternehmen Schüco die Namensrechte übernommen. Das größte Stadion Ostwestfalens gibt es jedoch bereits seit 1926. Auf der "Bielefelder Alm" fanden heiße Pokalfights statt. Die Fans des DSC Arminia erlebten hier traurige und schöne Momente. Ein Blick auf Google Maps verrät, dass das Museum Arminia MAFA direkt an die Schüco Arena grenzt und sich Fans somit auch abseits der Spiele Infos zur Geschichte des Lieblingsklubs einholen können.

Arminia Bielefeld: Verhaltener Start in die Saison 2019/2020

Die Saison 2019/2020 startete am 29. Juil 2019 mit einem Heimspiel in der SchücoArena. Der Beginn verlief zunächst etwas holprig: 1:1 trennten sich die Arminen und der FC St. Pauli. Auch im zweiten Spiel gegen den VfL Bochum reichte es ebenfalls nur zu einem Punkt. 

Mehrere Siege in Folge ebneten den Weg der Arminia aus Bielefeld auf die oberen Plätze. Die erste Niederlage gab es erst am 8. Spieltag gegen den VfB Stuttgart – eine weitere Niederlage blieb in der Hinrunde aus. Souverän sicherte sich Arminia Bielefeld die Herbstmeisterschaft. In der Rückrunde verloren die Bielefelder lediglich das erste Spiel gegen den FC St. Pauli – bis zum sicheren Aufstieg kassierten die Ostwestfalen keine weitere Niederlage mehr.

Arminia Bielefeld: Der Social-Media-Auftritt des Fußballvereins auf Twitter und Co.

Auf seinen Social-Media-Seiten feiert Arminia Bielefeld seinen Aufstieg in die Bundesliga unter dem Motto "Alle ACHTung Arminia!". Die Social-Media-Verantwortlichen spielen mit dieser Kampagne auf ihre Rolle als Fahrstuhlmannschaft an. Denn es ist bereits das achte Mal, dass sich die Wege der Bundesliga und Arminia Bielefeld kreuzen. 

Über 80.000 Follower folgen dem ostwestfälischen Klub allein auf Twitter. Zum Vergleich: Beim Erzrivalen aus Paderborn, dem SC Paderborn, sind es nur etwas über 65.000. Nicht nur im Fußball ist der DSC Arminia Bielefeld fortan wieder die Nummer 1 in Ostwestfalen, nachdem der SCP nach einem Jahr Bundesliga als Tabellenletzter wieder absteigen musste.

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/picture alliance/dpa

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