Saison 2020/2021

Keine Auswärtsfans in der Bundesliga? Arminia kritisiert DFL-Plan

In weniger als zwei Monaten soll in der Bundesliga der Ball wieder rollen. Die DFL hat ein Konzept vorgestellt, in dem Fans ins Stadion dürfen. Der Vorschlag wird von Arminia Bielefeld kritisiert.

  • Am 18. September startet die neue Bundesliga-Saison.
  • Die DFL will eine bestimmte Anzahl an Fans ins Stadion lassen.
  • Für Arminia Bielefeld ist das Konzept ein „Nackenschlag“

Bielefeld – Der DSC spielt nach vielen Jahren wieder im Konzert der Großen mit. Wenn am 18. September der Ball in der Bundesliga rollt, wird auch die Arminia mit von der Partie sein. Für die neue Spielzeit laufen nicht derzeit nur bei den Blauen, sondern auch bei der Deutschen-Fußball-Liga (DFL) die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Seit Wochen arbeitet die DFL an einem Konzept, um in der neuen Saison wieder Zuschauer in die Stadien zu lassen. Nachdem die vergangene Spielzeit wegen der Coronavirus-Pandemie auch bei Arminia Bielefeld mit Geisterspielen zu Ende gebracht worden war, wurde die Bedeutung der Zuschauer in den Spielstätten besonders deutlich. Daher hat Arminia Bielefeld bereits nach Saisonende ein Konzept mit der Stadt erörtert, um Fans in der Schücoarena zuzulassen.

VereinArminia Bielefeld
SpielstätteSchücoArena
TrainerUwe Neuhaus

Ein neuer Spielerwechsel wurde am Dienstag (1. September) bestätigt: Stephan Salger verlässt Arminia Bielefeld nach acht Jahren und wechselt zum Drittligisten 1860 München. 

Arminia Bielefeld will auch Gästefans ins Stadion bringen

Der Vorschlag der DFL, der den 36 Teams der 1. und 2. Bundesliga in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung noch zur Abstimmung vorgelegt wird, sieht unter anderem vor, keine Gästefans in die Stadien zu lassen. Das Kontingent von zehn Prozent könnte „temporär bis Jahresende ausgesetzt und damit in diesem Zeitraum auf Eintrittskarten für Fans von Gastmannschaften verzichtet werden,“ heißt es. Markus Rejek, kaufmännischer Geschäftsführer bei Arminia Bielefeld, kritisierte das Vorhaben scharf.

Der möglichen Verzicht auf Auswärtsfans sei für den DSC „natürlich ein totaler Nackenschlag für unsere Fans. Wir haben uns so sehr auf Spiele in Dortmund oder München gefreut. Wir wünschen uns alle volle Stadien, aber wir müssen aus der Situation das Beste machen. Die Maxime ist, gesundheitliche Risiken auszuschließen", so Rejek. Gerade für Außenseiter wie Arminia Bielefeld könnte der Verzicht auf die eigenen Fans in fremden Stadien zum sportlichen Nachteil werden.

Arminia Bielefeld: Mit oder ohne Gästefans in der neuen Saison?

Beim SC Paderborn, dem OWL-Rivalen von Arminia Bielefeld, kam der DFL-Plan hingegen besser an. „Wir wollen möglichst schnell wieder Fußball mit Fans spielen, deshalb werden wir uns dagegen nicht wehren. Diese Maßnahmen helfen, mögliche Infektionsketten zu minimieren", meinte Paderborns Geschäftsführer Martin Hornberger. Das Fan-Bündnis „Unsere Kurve“ begrüßt die Zulassung von Zuschauern in den Stadien, forderte jedoch eine einheitliche Linie in beiden Profiligen.

Die DFL will zur kommenden Saison wieder Fans in Stadion bringen. Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

Auch sportlich bereitet sich der DSC auf die neue Saison vor. Zuletzt wurde Sturmtalent Noel Niemann an Land gezogen. Der 20-Jährige wechselt von 1860 München zu Arminia Bielefeld. Gerüchte gab es vor wenigen Wochen auch um einen Ex-Nationalspieler. Demnach sollte Sydney Sam mit einem Transfer zu Arminia Bielefeld liebäugeln. Bis jetzt hat sich dieses Gerücht noch nicht bewahrheitet.

Die neue Bundesliga-Saison wird ohne Zuschauer starten. Uwe Neuhaus, Trainer von Arminia Bielefeld, richtete daher einen Appell an die Bürger des Landes. Für die neue Saison wurde ein neuer Stürmer verpflichtet: Sergio Cordova wechselt auf Leihbasis vom FC Augsburg zu Arminia Bielefeld.

Das Debüt des Neuzugangs konnte sich sehen lassen: Beim Testspiel von Arminia Bielefeld gegen den SV Verl traf Sergio Cordova.

Rubriklistenbild: © Georg Hochmuth

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