250 Personen betroffen 

Blutige Krawalle im Vorfeld des Arminia-Spiels: Fans greifen Polizisten an – Bahnverkehr eingestellt 

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Im Vorfeld des Auswärtsspiels bei Arminia Bielefeld kam es zu Fan-Ausschreitungen. (Symbolbild)

Im Vorfeld der Zweitliga-Begegnung Arminia Bielefeld gegen St. Pauli kommt es in einem Regionalzug zu Fan-Ausschreitungen. Anhänger des Hamburger-Klubs attackieren plötzlich Polizeibeamte. Der Verstärkung rückt mit einem Helikopter zum Einsatzort aus. 

Bielefeld – Am Sonntag (4. November) haben St. Pauli-Fans auf dem Weg zum Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld randaliert. Die Situation drohte zu eskalieren und löste einen Großeinsatz aus. Die Verstärkung rückte per Helikopter zum Einsatzort aus. 

Auf dem Weg zum Stadion von Arminia Bielefeld: Gegnerische Fans randalieren im Zug

Vor der Zweitliga-Begegnung gegen Arminia Bielefeld kam es in einer Regionalbahn zu unschönen Szenen. Mehrere Anhänger vom St. Pauli griffen Polizisten an. Rund 250 Angreifer gingen mit PVC-Stangen auf die Beamten los. Als diese die Personalien der Männer aufnehmen wollten, eskalierte die Situation. Der Zugverkehr bei Melle musste vorübergehend eingestellt werden, weil sich zeitweise Personen auf den Gleisen aufhielten.  

Arminia Bielefeld gegen St. Pauli: Die Bahnstrecke bei Melle musste nach Fan-Ausschreitungen gesperrt werden.  

Polizei will Zeichen setzen nach Krawallen beim Arminia Bielefeld-Spiel 

Nachdem die Beamten im Vorfeld der Arminia Bielefeld-Partie von Fans des FC St. Pauli beleidigt, bedroht und angegriffen wurden, reagierte die Polizei. Ein Großaufgebot wartete am Bielefelder Hauptbahnhof auf die Krawallmacher. Die Polizisten ließen Bahnreisende und friedliche Fußball-Fans gehen. Rund 250 Personen hielten sie am Bahnhof fest und nahmen die Personalien auf.  

Die Polizei hat am Bielefelder Hauptbahnhof hunderte St. Pauli-Anhänger nach dem Spiel gegen Arminia Bielefeld festgehalten. 

Fakten zum Spiel Arminia Bielefeld gegen St. Pauli: Nach Krawallen – Polizei ermittelt 

Der Sport rückte nach den Ereignissen in Bielefeld in den Hintergrund. 

  • Die Polizei ermittelt nun in mindestens 18 Fällen. 
  • Körperverletzungen und Landfriedensbruch werden den mutmaßlichen Täter zur Last gelegt. 
  • Bei Durchsuchungen fanden die Beamten Quarzsandhandschuhe, Bissschützer und Sturmhauben. 
  • Wegen des langen Polizeieinsatzes kamen Fans verspätet oder gar nicht zum Spiel. 
  • Arminia Bielefeld verlor am Ende mit 1:2 gegen St. Pauli.
  • Mit dem Sieg stehen die Kiezkicker vorübergehend auf dem ersten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga.
  • Heute (5. November) gibt es in Liga 2 einen Hauch von Bundesliga
Es gab auch friedliche St. Pauli-Fans beim Spiel gegen Arminia Bielefeld. (Symbolbild) 

Arminia Bielefeld: St. Pauli-Fans nach Ausschreitungen uneinsichtig 

Nach dem Auswärtsspiel gegen Arminia Bielefeld sind gegnerische Fans. Verein und St. Pauli-Anhänger kritisieren das Vorgehen der Polizei scharf. Sie halten die Reaktion der Beamten für überzogen, heißt es in einer öffentlichen Erklärung des Klubs. "Der Grund für den Einsatz war, dass wir uns als Rechtsstaat so etwas nicht gefallen lassen", sagte ein Sprecher der Bundespolizei in einem Bild-Interview.  

Es gibt aber auch eine positive Nachricht: Arminia Bielefeld werden rund eine Million Euro schulden erlassen. Eine Forderung stelle der Stadtrat jedoch an den Verein. 

Die Polizei Bielefeld bereitet sich inzwischen auf den Nazi-Aufmarsch am kommenden Wochenende vor. Hunderte rechtsradikale Personen werden erwartet. Wir verraten, was Sie vor der Demo wissen sollten

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