2. Spieltag

Auftaktpleite und Zoff bei den Bossen: Der 1. FC Köln im Gegner-Check

Dreifacher Deutscher Meister und viermal DFB-Pokalsieger: Der 1. FC Köln ist ein traditionsreicher und stolzer Verein, der gewöhnlich viel Zündstoff birgt. Auch momentan geht's beim Gegner von Arminia Bielefeld wieder rund.

Bielefeld/Köln – „Üvverall jitt et Fans vom FC Kölle!“, heißt es in der Hymne des 1. FC Köln. Wer des Kölschen nicht mächtig ist: „Überall gibt es Fans des FC Köln“, so die Übersetzung ins Hochdeutsche. Der Klub aus dem Rheinland hat schon vieles miterlebt und ist kulturell aus der Bundesliga nicht wegzudenken. Der Auftakt des kommenden Gegners von Arminia Bielefeld ist jedoch ziemlich missglückt.

In der Nachspielzeit der Partie gegen die TSG Hoffenheim kassierte der FC das 2:3 und ging im ersten Spiel der Saison ohne Zähler nach Hause. Bei Arminia Bielefeld herrschte nach dem Remis gegen Eintracht Frankfurt hingegen Zuversicht. Beim kommenden Gegner des DSC (Samstag, 15.30 Uhr) geht es derzeit vor allem einmal mehr abseits des Rasens hoch her.

VereinArminia Bielefeld
StadionSchücoArena
Nächster Gegner1. FC Köln

1. FC Köln: Zoff bei Bossen des Gegners von Arminia Bielefeld

Vor allem die Personalie Stefan Müller-Römer sorgt am Rhein momentan für Zündstoff. Müller-Römer war bis vor Kurzem noch Mitgliedsratschef beim Gegner von Arminia Bielefeld, verlor jedoch jüngst in einer Sitzung des Mitgliedsrates das Vertrauen. Seitdem wird die in der aufgeladenen Kölner Medienlandschaft heiß diskutiert. Was ist geschehen?

Stefan Müller-Römer hat in einer Mail, die er an die Geschäftsführung des 1. FC Köln geschickt hatte, ziemlich vom Leder gezogen und unter anderem Spieler der Rheinländer scharf kritisiert. Das Problem: Diese E-Mail geriet an die Öffentlichkeit und wurde samt seiner brisanten Zitate bei der „Bild“ veröffentlicht. Der Vorstand bezeichnete die Worte von Müller-Römer als „nicht akzeptabel". Am Mittwoch (23. September) trat der 52-Jährige schließlich von seinem Amt zurück.

Der 1. FC Köln verlor seine Auftaktpartie gegen Hoffenheim mit 2:3.

1. FC Köln mit viel Respekt vor Arminia Bielefeld

FC-Trainer Markus Gisdol hat hingegen andere Sorgen. Sein Stürmer Sebastian Andersson verletzte sich am Mittwoch im Training und droht für die Partie gegen Arminia Bielefeld auszufallen. „Wir müssen uns anschauen, wie die nächsten zwei Tage bei ihm verlaufen. Wir sind alle sehr vorsichtig", so Gisdol. Derweil betonte der Coach seinen Respekt vor dem Gegner aus Ostwestfalen.

„Was in Bielefeld in den letzten Jahren entstanden ist, ist mehr als beachtlich. Sie haben eine Mannschaft, die eingespielt ist. Sie haben keinen Leistungsträger abgegeben nach dem Aufstieg. Ich sehe Bielefeld nicht als ersten Absteiger", erklärte Gisdol auf der Spieltags-Pressekonferenz. Auch Horst Heldt, Geschäftsführer des 1. FC Köln, hat den beachtlichen Auftritt von Arminia Bielefeld bei Eintracht Frankfurt genau verfolgt.

„Es geht gegen einen Aufsteiger, der Achtbares im ersten Spiel geleistet hat. Sie haben einen Punkt in Frankfurt geholt. Sie haben sich viel vorgenommen für die neue Saison", zollte Heldt seinen Respekt vor dem Aufsteiger. 5400 Fans werden am Samstag in der SchücoArena in Bielefeld erwartet. Beim Verkauf der Tickets an die Dauerkarten-Inhaber kam es jedoch zu einer Panne. Hacker aus China und Russland hatten es auf die Server von Arminia Bielefeld abgesehen und diesem zum Einsturz gebracht.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Federico Gambarini/dpa

Auch interessant

Kommentare